[Aktuelle Sendung]
[Archiv]
[Vorschau]
[Service]
[Redaktion]
[Links] Sendung vom 15. Dezember 1998Fahrschulen im TestDie Entwicklung ist im langfristigen Vergleich positiv: Die Zahl der verunglückten Fahranfänger (18- bis 24jährige) ist in den letzten Jahren zurückgegangen. Dennoch, so das Statistische Bundesamt, ist diese Altersgruppe besonders gefährdet. Die Zahl der an Unfällen beteiligten Fahranfänger ist fast dreimal so hoch wie in der restlichen Bevölkerung. Mit weitem Abstand ist die nicht angepaßte Fahrgeschwindigkeit der Hauptgrund für die Unfälle in dieser Altersgruppe. Einer der Gründe liegt nach Einschätzung des Auto Club Europa (ACE) auch in den Mängeln der Fahrschulausbildung. Im theoretischen und praktischen Bereich gäbe es erhebliche Defizite. Außerdem existiere ein starker Konkurrenzkampf, weil die Zahl der Fahrschüler in letzten Jahren stark zurückging. Auch der ADAC betätigt, daß ca. ein Drittel der Fahrschulen vor dem Konkurs stehe. Der ACE folgert, daß in der Folge häufig jene Fahrschulen die meisten Kunden bekämen, die billige Kursangebote zu Lasten der Verkehrssicherheit machten. Häufig, so bestätigen auch Vertreter des Fahrschullehrerverbandes, werden die jungen Leute mit billigen Fahrstundenpreisen gelockt. Teilweise planen die Fahrschulen danach sogar einen Nichtbestehen in der ersten Prüfung ein. Denn das bringt inklusive erneuter Kosten für die Prüfungsvorstellungen zwischen 600 und 800 Mark für die Fahrschule. Doch wie findet ein Fahranfänger die richtige Fahrschule, die den schmalen Grad zur nahezu hundertprozentigen Verkehrssicherheit und einer doch sparsamen Ausbildung leistet? Dazu hat der ACE ein Merkblatt herausgegeben. Der erste Tip: auf jeden Fall mehrere Fahrschulen der Umgebung vergleichen. Die Vergleichskriterien: Der Preis: Die Ausstattung: Die Schnupperstunden: Das persönliche Gespräch: Der Ausbildungspaß: Die Testprüfungen: Deshalb fordert der ACE auch mehr Transparenz der Fahrschulen. Die Fahrschulen sollen selbst freiwillig darlegen, wieviel Schüler bei Ihnen prozentual in der Erstprüfung durchgefallen sind und wieviel durchschnittliche Fahrstunden ein Schüler in der entsprechenden Fahrschule benötigt. Die Durchfallquote betrug im vergangenen Jahr bundesweit 22,7 Prozent. Der ACE hält eine Quote von unter zehn Prozent für möglich. Die Tips des ACE sind in einem kostenlosen Merkblatt zusammengestellt. Dieses können Sie schriftlich bestellen, wenn Sie einen an sich selbst adressierten und mit 1,10 Mark frankierten Rückumschlag senden an:
Am 30. September 1997 berichtete die SericeZeit Verkehr bereits zum Thema "Fahrschulen schummeln". Alle Angaben ohne Gewähr |
| © 1998 WDR Köln 15.12.98 18:56 |